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Was sagt der Biobauer Johannes Hechenbichler zum Thema Nachhaltigkeit:

„Unter dem Begriff "Low Input Agriculture" kann meines Erachtens viel verstanden werden. Für mich war es nicht in erster Linie ein wirtschaftlicher Anreiz Bauer zu werden. Vielmehr will ich meinen Teil zum Artenschutz und zur Vielfalt betragen, indem in ökologisch bewirtschafte. Wie die meisten von uns sehe ich die weltweite intensive Nutztierhaltung sehr kritisch. Aber dass sich Naturschutz und Rinderhaltung nicht immer ausschließen müssen, ist zum Beispiel auf der Seite von www.kuhproklima.de sehr gut dargestellt.“

Jedes Stück Rindfleisch macht einen ökologischen Fußabdruck auf diesem Planeten, aber wir können versuchen diesen möglichst gering zu halten. In manchen Regionen sind die natürlichen und klimatischen Voraussetzungen dafür nicht gegeben, aber gerade hier in den Nordalpen sind die Verhältnisse ideal und das liegt an verschiedenen Faktoren:

  • In den Nordalpen fällt genug Niederschlag, um durch die Viehzucht keinen Wassermangel für andere Mitglieder unserer Gesellschaft zu generieren. Es fällt sogar so viel Regen, dass Ackerbau nicht unbedingt vorteilhaft ist.
  • Der Anspruch an das Heu ist niedriger, ein späterer Schnittzeitpunkt wird gewählt, dies fördert die Biodiversität.
  • Die Durchschnittstemperatur liegt im optimalen Bereich für die Produktion von Milch und Fleisch, bei ca. 8,5 °Celsius.
  • Wiederkäuer können das vorherrschende Weideland optimal nutzen. Der Boden und das Klima sind zu rauh, um Ackerbau zu betreiben. Ackerbau verschwand Anfang der 1960iger Jahre aus diesem Klimabereich, die ersten Ackerbaubetriebe sind ca. 50 km weiter nördlich anzutreffen, beim Chiemsee in Bayern. Menschen können sich nicht von Weideland ernähren, deshalb sind Rinder eine natürliche Nahrungsgrundlage in diesem Klimabereich.
  • Die Transportwege sind kurz.
  • Rinderkot ist Lebensgrundlage für viele Insekten (Fliegen/Mistkäfer usw.) und damit auch für Vögel, welche Insekten fressen. Durch Triebwege wird der Boden aufgerissen und Vögel finden den für den Nestbau unverzichtbaren Lehm. Der Rückgang der Weiderindpopulation verhält sich proportional zum Rückgang der Vogelpopulation.
  • Durch Beweidung wird der vorherrschende Pflanzenbestand geschützt und einer Verbuschung entgegengewirkt. Die Waldfläche nimmt in Österreich seit Jahrzehnten zu, es ist keine oberste Priorität den Wald auszudehnen. Extensiv genutzte Wiesen sind prioritär. Der Hechenbichl Hof nimmt an allen verfügbaren Naturschutz-maßnahmen der EU und des österreichischen Staates teil, welche für den Betrieb verfügbar sind.
  • Alle Rinder werden ausschließlich mit hofeigenem Heu gefüttert, keine Silagefütterung und Bio-Kraftfutter nur in minimalen Dosen zum Anlocken.

An dieser Stelle eine Entschuldigung, falls die Herde wieder einmal beim Nachbarn im Garten steht, und mit Kraftfutter zurückbugsiert werden muss. Achtung: Bitte nicht mit einem Kübel jeglicher Art über die Wiese gehen, der Stier -eigentlich ein lieber Kerl- sieht in jedem Eimer ein mögliches Leckerli und holt es sich ohne Rücksicht auf Verluste.

Finden wir auch gut: www.sacredcow.info/

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